Die selbstlernende Digitalisierungsstrategie

Der Begriff Digitalisierung bezeichnet „den Prozess, der durch die Einführung digitaler Technologien bzw. der darauf aufbauenden Anwendungssysteme hervorgerufenen Veränderungen“[1]. Diese Entwicklungen werden massive Umwälzungen in vielen Wirtschaftsbranchen, Lebens- und Arbeitsbereichen nach sich ziehen. Digitalisierung wirkt nach Innen (Prozessautomatisierung und Optimierung, Wirtschaftlichkeit, Gebäudetechnik, Arbeitsweisen etc.) und nach Außen (Kundenbindung, Individualisierung, Komfort).

Digitalisierung richtig ins Unternehmen zu integrieren verlangt eine abgestimmte Digitalisierungsstrategie ansonsten werden verschiedene losen Ansätze verfolgt die nicht auf einander abgestimmt sind. Dadurch werden zu wenig Synergieeffekte genutzt, was wiederum dazu führt, dass am Ende die Vorteile der Digitalisierung zu Nichte gemacht werden. Es gilt daher zu klären wie Mitarbeiter und Kunde bei der und durch die Digitalisierung unterstützt werden und was die richtige Strategie, jenseits von technischer Machbarkeit ist? Am Ende bleibt aber die Kernfrage: Wie lässt sich eine Strategie am besten entwickeln und aktuell halten, wenn die Digitalisierung an sich einem permanenten Wandel unterzogen ist? Digitalisierungsstrategien müssen also immer wieder überprüft und ggf. angepasst werden.

Wie ist das für ein Unternehmen zu gewährleisten? Mit einem „allwissenden“ Digitalisierungsbeauftragten? Meiner Meinung nach ist ein Unternehmen am besten aufgestellt, wenn in allen Bereichen aktiv reagiert werden kann und dies trotzdem in einer ganzheitlichen Strategie mündet. Die Tragweite und Beeinflussung der Lebenswelten durch die Digitalisierung ist jedoch nur erkennen, wenn die Menschen im Unternehmen eine digitale Kompetenz haben oder entwickeln und konsequent Kundenzentriert denken. Wenn Sie sich und Ihre Mitarbeiter in die Lage versetzen ihre eigene Digitalisierungsstrategie im Unternehmen zu entwickeln, immer wieder zu überprüfen und ggf. anzupassen, vermeiden Sie das Risiko, dass Sie Anpassungen immer durch den Flaschenhals einzelner Menschen oder externen Berater quetschen müssen.

Agile Methoden können hier helfen

Fachübergreifende, agile Teams zu etablieren sind ein erster Schritt. Da agile Methoden die Kundenzentrierung und die Zusammenarbeit von Menschen in den Mittelpunkt stellen entwickelt sich daraus eine selbstlernende Digitalisierungsstrategie. Mit agile Methoden werden iterative und damit immer wieder überprüfbare Lösungsvorschläge in kurzer Zeit entwickelt. Auf diese Weise werden systematisch und nachhaltige Ergebnisse zusammen mit den Kunden erarbeitet.

Aus dieser selbstlernenden Strategie können jetzt immer wieder die einzelne Projekte identifiziert und umgesetzt werden.

Die Ergebnisse der agilen Teams werden kontinuierlich visualisiert und durch die fachübergreifende Zusammenarbeit ins Unternehmen getragen. Dies führt wieder zur Reflexion und Handlungen in den agilen Teams. Mit einiger Übung haben Sie eine selbstlernende Digitalisierung zum Nutzen Ihrer Kunden und Angestellten im Unternehmen etabliert. Sie minimieren so die Gefahr die Digitalisierung am Bedarf vorbei zu entwickeln.

 


[1] http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/technologien-methoden/Informatik–Grundlagen/digitalisierung/ am 01.09.17

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